Terra Biosa

Zur Reduktion von Geruchsbelästigung


 

Renova ist das führende Abfall- und Recyclingunternehmen Westschwedens und befindet sich im Besitz von 11 Kommunen. Renovas Arbeitsgebiete umfassen Logistik und Einsammlung, Sortierung und Behandlung, Beratung und Ausbildung. Zu den Behandlungsarten gehören Abfallverbrennung mit Wiedergewinnung von Energie, Kompostierung, Bodenaufbereitung, Deponierung usw. Das Unternehmen behandelt ca. 700.000 t Abfall im Jahr. Mehr als 90 % davon wird in Form von Wärme und Elektrizität, Komposterde oder als Grundstoff zur Herstellung neuer Materialien wiederverwertet.

Renova  betreibt  Hallenkompostierung im großem Rahmen. 10 000 t kompostierbare Abfälle aus Industrie, Gastronomie und  Haushalten werden jährlich angenommen. Sie werden zuerst in Kompostierhallen behandelt und anschließend in großen, belüfteten Kompostiersäcken draußen gelagert. Das fertige Produkt von 20.000 t Bodenmischung ist von hoher Qualität und für unterschiedliche Zwecke wie  Pflanz- und Rasenerde geeignet. Renova hat heute einen Absatzmarkt für die gesamte kompostierte Erde.

Bis zum Sommer 2003 erhielt Renova einige Klagen auf Grund der Geruchsbelästigung, die von der Anlage ausging. In enger Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und dem Umweltamt in Göteborg unternahm Renova eine Reihe geruchsreduzierender Maßnahmen. Anfangs wurden 5 verschiedene geruchsreduzierende Mittel für organische Materialien getestet, darunter auch Terra Biosa.  Zu den Auswahlkriterien gehörte u.a. auch ein Funktionalitätstest, in welchem Terra Biosa doppelt soviel Punkte wie die anderen Mittel erreichte, was schließlich zu einer Rahmenabsprache für die sukzessive Lieferung von Terra Biosa führte.

In Borlänge verwendet Renova  Terra Biosa seit über einem Jahr, und seit Dezember 2004 kommt es auch in der Anlage von Södertälje zum Einsatz. Die Betreiber sind ständig bemüht, die Dosierung und Ausbringung von Terra Biosa zu optimieren.

In Borlänge kompostiert Renova jährlich ca. 10 000 Tonnen organischen Abfall und 13 000 Tonnen Strukturmaterial zu Erdmischungen. Bei einem wöchentlichen Verbrauch von circa 1000 l Terra Biosa entspricht dies einer Dosierung von ca. 1,44 l Terra Biosa/m3 Ausgangsmaterial.

 

Der Prozess in Borlänge sieht folgendermaßen aus:

 

 

  1. Der organische Abfall wird von den Müllwagen direkt in eine Halle abgeladen, wo er morgens und abends mit Terra Biosa (1:2 mit Wasser verdünnt) besprüht wird. Ein Greifarm transportiert das Material weiter in einen Mischer, wo es zerkleinert, homogenisiert, mit Strukturmaterial versetzt und von Fremdkörpern befreit wird. Der so behandelte Abfall fährt auf einem Förderband zur nächsten Halle und wird, bevor er vom Band fällt wiederum mit Terra Biosa (1:2 mit Wasser verdünnt) besprüht.
  1. In der zweiten Halle liegt das Material ca. 4 Wochen in großen Mienen. Die Halle steht unter Unterdruck und die abgesaugte Luft wird durch einen mehrere Meter breiten und hohen biologischen Luftfilter (Rindenmulch) geführt. Die Außenseite des Luftfilters wird mehrmals im Jahr mit Terra Biosa (1:2 mit Wasser verdünnt) besprüht.
  1. Als nächstes wird der Kompost unter freiem Himmel in lange Plastiksäcke (L 30 m, B 1,5 m H 1,2 m) gefüllt, die mit Hilfe eines in der Mitte befindlichen Rohres belüftet werden. Durch kleine Ventile in der Plastikhülle kann der Überdruck entweichen. Nach ca. 15 Wochen werden die Plastiksäcke entfernt und  der Kompost erneut mit Terra Biosa (1:2) besprüht.

 

 

  1. Im letzte Schritt wird das Material in großen, mit Rindenmulch abgedeckten Haufen, 6 Wochen lang nachkompostiert. Danach ist es verkaufsklar. 

Seit Sommer 2003 sind weder bei Renova noch bei der Umweltverwaltung  weiter Klagen wegen Geruchsbelästigung eingegangen.