Naturpark  Gaustad

 

 

Biosa Norge startete am 14.07.03 mit dem Versuch im Naturpark Gaustad in Norwegen ein Gewässer mit Hilfe von Terra Biosa und dem Einsatz eines Bio Reco zu reinigen. Der Naturpark besteht hauptsächlich aus drei Bachläufen, die in gestaute oder ausgegrabene Auffangteiche münden. In den letzten Jahren wurde das Wasser zusehends verunreinigt, es roch immer übler und die Algenbildung nahm überhand. Biosa Norge hat den Versuch  auf einen Teich mit biologischer Vielfalt bei Gaustad, der an den Korsåsbach und den Bach bei Nordre Rønningen angrenzt, konzentriert.

 

Grundsätzliches über Teiche

Teiche sind kleine Wasseransammlungen von wenigen Quadratmetern bis zu 50 x 50 Metern. Teiche in einer Umgebung mit viel Landwirtschaft beinhalten sie häufig zuviel Nährstoffe in Form von Phosphor und Nitraten. Im Wasser findet man eine Menge Algen, die wachsen indem sie Nährstoffe und Gas (Co2) aus dem Wasser und Energie vom Sonnenlicht aufnehmen. Algen sind die Grundlage für alle Lebewesen im Teich. Es gibt viele verschiedene Algen, einige leben vereinzelt während andere in Kolonien vorkommen und aussehen wie grüne Strähnen im Wasser. Bei zu hohem Nährstoffgehalt im Wasser (speziell Phosphor und Stickstoff) nehmen einzelne Arten überhand und dominieren. Die Algen verfärben das Wasser und im schlimmsten Fall vergiften sie es auch für Fische und andere Tiere.

 

Die Situation vor dem Versuch

Der Korsåsbach war im Sommer in besserem Zustand als der Bach bei Nordre Rønningen. Dort war das Wasser in den Teichen unklar und bedeckt mit Fadenalgen.

 



Im Teich bei Nordre Rønningen konnte man den Grund nicht sehen, obwohl er nur 40-50 cm tief ist. Er liegt ganz in der Nähe eines Wohnhauses mit Terasse, aber das Wasser war alles andere als einladend als wir mit unserem Versuch begannen.
Der Teich war voller grün-gelber Fadenalgen und das Wasser stank abscheulich. Der pH-Wert lag bei 6,21. Unser Kontaktmann Steinar Velten wies darauf hin, dass der ganze Niederschlagsbereich um die beiden Teiche aus saurer Erde besteht, oft mit einem pH-Wert unter 6.

Der Bach liegt hier ziemlich tief im Terrain das dicht mit Bäumen und Büschen bewachsen ist, so dass die Wasseroberfläche vor Wind und Sonne geschützt ist. Der Mangel an Sonne führt dazu, dass die Grundpflanzen nicht wachsen können. Das Wasser hat kein starkes Gefälle, sodass auch kein Sauerstoff zugeführt wird, weder durch den Wind noch durch das Bachgefälle.

 

 

Dieser Bach hat ein Niederschlagsfeld von 70 ha, hauptsächlich einseitig bebautes Land mit Getreideanbau auf der Erosion ausgesetzter Marsch und Lehm. Diese Verhältnisse führen zu einem Nährstoffüberschuss im Wasser des Baches. Dieser Nährstoffeintrag zusammen mit dem Sauerstoffmangel im Wasser sind die besten Voraussetzungen für das Algenwachstum.
Unser Einsatz in diesem Bach bestand darin aktiviertes Terra Biosa in den niedrigeren der beiden Teiche bei Nordre Rønningen zu geben, in den gleichzeitig der BioRecoeingesetzt wurde. Dieses Gerät führt dem Wasser Sauerstoff in feinst verteilten Bläschen zu, die sich über längeren Zeitraum im Wasser halten können und nicht gleich wieder an die Oberfläche aufsteigen. Es war während der ganzen Zeit ein deutlicher Unterschied zwischen diesem Teich und dem anderen der keinen Sauerstoff und kein Terra Biosa zugeführt bekam.
Der Korsåsbach hat ein Niederschlagsfeld 62 ha, davon sind 20 ha bebautes Feld. Das bebaute Gelände hat die gleiche Art Erde wie der oben genannte Bachlauf. Das Wasser im Korsåsbach war am 14. Juli 2003, bei Versuchsbeginn, von guter Qualität. Steinar Velten erzählte, dass dieser Bach mehrere Gefälle hat, die dem Wasser Sauerstoff zuführen, zudem liegen die Teiche und das Wasser offener im Gelände, sowohl im Hinblick auf den Wind als auch in Bezug zur Sonne.

Bei Gaustad wurde ein Teich für biologische Vielfalt angelegt , gegenüber dem Innenhof eines Bauernhauses. Hier gedeihen Enten aller Art, die mit ihrem Entenmist, der zu den Nährstoffen aus den umliegenden Feldern noch dazu kommt, das Gewässer stark belasten. Das Wasser wird durch ein Rohr zum Teich geleitet, so dass nicht alles Wasser aus dem Bach in den Teich geführt wird, sondern nur Teile. Wir haben in diesen Teich pro Woche 50 Liter aktiviertes Terra Biosa zugesetzt. Auf diese Weise konnten wir die Entwicklung im Teich und im Bach verfolgen.

Das Wasser im Teich zeigte sich über den Spätsommer hinaus reiner als das Wasser im Bach. Das Wetter im Sommer war warm, etwas, das zusammen damit, dass die Pflanzen zum Ende der Saison weniger Nahrung aufnehmen, zu mehr Nahrung im Bach geführt hat. Das gibt gute Bedingungen für das Algenwachstum, wovon der Korsåsbach in den letzten Wochen des Sommers betroffen war.

 

Versuchsbeginn

Am 14. Juli gaben wir 50 Liter Terra Biosa in den Teich bei Nordre Rønningen, und nahmen den Bio Reco in Betrieb. Wir wollen gerne festhalten, dass der Teich eigentlich zu flach war, als dass die Reinigung hätte hundertprozentig gelingen können. Es gab zu wenig Wasser und die Temperaturen werden hier schnell sehr hoch. Doch schon nach anderthalb Tagen mit Terra Biosa und BioReco konnten die Anwohner von Nordre Rønningen beobachten, dass die Algen auf der Wasseroberfläche sich bräunlich verfärbten und es so aussah als würden sie sich auflösen. Die Wettergötter wollten es so, dass nun ein Regenguss kam und die restlichenr Algen aus dem See in den Bach spülten. Wir konnten beobachten, dass sie sich dort sammelten, wo die Bäche zusammenlaufen und den Weg weiter den Wasserlauf hinunter passierten.

 



Obere zwei Bilder:
Der Korsåsbach kommt von links, während der Teich bei Nordre Rønningen von rechts kommt. Da wo sie sich treffen (bei den Steinen), münden sie in einen anderen Bach.

Bild unten links: Der Teich bei Gaustad, der mit Terra Biosa behandelt wurde ist sauber, während dar Korsåsbach (am weitesten weg), der nicht behandelt wurde, voll mit Algen ist. (Bild unten rechts).

 

 

Über den Sommer hinaus begannen sich die Algen im obersten Teich rund um die Pflanzen zu sammeln, das Wasser hier war gleichzeitig sehr unklar.

 

 

Das Wasser in dem Teich, in dem wir Terra Biosa zugesetzt und den BioReco installiert hatten um Sauerstoff zuzuführen, wurde dagegen immer klarer und klarer, ohne die Algenansammlungen wie im oben genannten Teich. Hier erfolgte eine starke Kompostierung des Grundschlammes, und wir konnten immer besser auf den Grund des Teiches sehen. Am Ende des Sommers sahen wir an mehreren Stellen des Teiches Grundpflanzen, die sich über den Grund ausbreiteten. (Bild unten)

 

 

Kommentar:

Steinar Velten, unsere Kontaktperson während des Versuchs im Naturpark, verfolgte den Prozess den ganzen Sommer lang und wies mehrfach auf die Unterschiede zwischen den behandelten und den unbehandelten Stellen hin.

Speziell wies er auf den Unterschied zwischen dem Wasser im Teich bei Gaustad hin und dem im Korsåsbach. Der Unterschied ist sehr auffallend: hier hat Terra Biosa gute Arbeit geleistet und den Teich zu dem gemacht, was er sein sollte, eine Freude für das Auge.


 

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