Bericht über einen Silierungsversuch mit der 1. Heuernte 2003

Ytre Romsdal og Nordmøre Forsøksring

Autor: Sverre Heggset               Elnesvågen 6. Februar 2004

 

Bei dem Versuch ging es um die Silierung von Rundballen nach dem Vortrocknen der 1. Heuernte mit 5 verschiedenen Mitteln und ohne Zusatz.

Hintergrund:

Rundballen werden meistens ohne Zusatz von Siliermitteln gemacht, und die Wirtschaftlichkeit von kostspieligen Zusatzmitteln gibt häufig Anlass zu Diskussionen.

Bei starkem Vortrocknen ist das Hauptziel Schimmelbildung zu vermeiden, während bei mäßigem Trocknen der erwünschte Haupteffekt von Zusätzen darin besteht, Zucker zu konservieren, Säurebildung einzuschränken und Buttersäurebildung zu verhindern.

Die beim Test eingesetzten Mittel:

  • Terra Biosa ist ein neues Einsatzmittel zum allseitigen Gebrauch in der Landwirtschaft. Milchsäurebakterien sind ein Hauptbestandteil von Terra Biosa und deshalb ist eine erfolgreiche Steuerung der Milchsäureproduktion im silierten Gras zu erwarten. Das Mittel wird vor Ort mit Hilfe der Starterkultur unter Zusatz von Melasse und Wasser aktiviert. Preislich bedeutet es unter den genehmigten Mitteln eine günstige Alternative auf dem Markt.Es war deshalb das Hauptziel der Studie zu untersuchen, ob Terra Biosa gleich sichere und gute Silierungseffekte wie andere Mittel hat und bestimmt besseren Erfolg als ohne Zusatz eines Mittels.
  • Howden silovæske ist bekannt für geringe Schimmelbildung und guten Geschmack der Silage. Wir wollten des weiteren prüfen, ob die pH-Entwicklung und Schimmelprovokation einen deutlichen Ausschlag im Vergleich mit alternativen Methoden ergibt.
  • GrasAAT Lacto soll besonders effektiv gegen die Bildung von Buttersäure wirken und wurde vor allem deshalb in die Versuchsreihe mitaufgenommen. Gleichzeitig stellt es eine gute Vergleichsgrundlage dar.
  • GrasAAT pluss ist speziell ausgelegt um der Schimmelbildung entgegen zu wirken und gleichzeitig zuckerkonservierend zu wirken.
  • Kofasil ultra soll effektiv gegen Schimmel und Buttersäure-bakterien sein.
  • Kein Zusatz wird von vielen als gut genug betrachtet, solange die Verhältnisse in Ordnung sind und die Arbeit gut geht. Darüber hinaus ist es wichtig die Ergebnisse ohne Zusatzstoffe als Vergleichs-parameter neben die Ergebnisse der Zusatzstoffe zu halten.

Auftraggeber

Der Versuch wurde auf eigene Initiative vom Versuchsring Ytre Romsdal und Nordmøre unternommen. Die Produzenten haben die Mittel zur Anwendung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Terra Biosa bezahlte die Analysen nach der Silage - Analyse Säurepaket 2 - beim Grobfutterzentrum in Hellerud (3 Proben von jedem Teil) zusammen mit der wasserlöslichen Zuckeranalyse für 6 Sammelproben der 1. Heuernte beim Nordnorsk Kompetenzzentrum in Holt.

Durchführung

17.6. 2003: Erster Schnitt der Wiese mit Wiesensamenmischung - ca. 30% Timothe [Phleum pratense], 30% Wiesenschwingel [Festuca pratense], 10% Raigras [Lolium perenne] und 15% Klee [Trifolium pratense] - und einer Beimischung unterschiedlicher Unkräuter.

Geschnitten wurde mit einer 2.80 m Scheibenmähmaschine mit Stängelbehandler und ca. 24 Stunden vorgetrocknet vor dem Pressen mit einer Orkel 1202 Rundballenpresse.

Zusatz von Silierungsmittel über die Serigstad-Pumpe mit zwei Düsen auf die Grashalme in der Presskammer. Eine Dosierung von 4 Litern je Tonne wurde angestrebt, aber die Kontrolle ergab eine etwas ungenaue Zusatzmenge als Resultat einer ungenauen Verteilung im Schnitt und der Antriebsgeschwindigkeit. Im Durchschnitt wurden 3,7 Liter je Tonne zugesetzt, weil 25 Liter auf 9 Ballen gegeben wurden, und diese durchschnittlich 750 kg wogen.

Obwohl das Trockenstoffniveau bei 30% liegt, ist die Dosierung bei einigen Mitteln knapp an der Untergrenze der empfohlenen Menge, gleichzeitig aber sind das die normalen Dosierungen in der Praxis. Die Resultate müssen daher vor diesem Hintergrund beurteilt werden. Die Ballen wurden mit 6 Lagen Folie verpackt und direkt danach gekennzeichnet. Ballen mit zweifelhafter Qualität auf Grund von untermischter Erde oder Kanteneffekten wurden vom Versuch ausgeschlossen.

Die erst pH-Messung wurde nach 24 Stunden vorgenommen. Probebohrungen mit einem Durchmesser von 5,0 cm und einer Tiefe von ca. 40-50 cm im Ballen von ca.2Uhr und 10Uhr und innen im Zentrum.

Figur 1. Probenentnahme

Von den Grasproben wurden vor Ort Grasteile durch eine Knoblauchpresse gedrückt und mit einem transportablen pH-Meter gemessen. Die pH-Entwicklung gibt ein gutes Bild davon wie aktiv die Fermentierung ist, und um ein Bild von dieser Aktivität zu bekommen, wurden zu Beginn täglich neue Messungen vorgenommen und seither in etwas längeren Intervallen, weil die Entwicklung des pH-Wertes abflachte.

Figur 2. Aussteuer zur Probenentnahme

Die entnommenen Proben wurden laufend bei Außentemperatur und Luftzufuhr gelagert, um zu untersuchen wie schnell der Schimmelbefall entsteht, und in welchem Grad die Mittel in der frischen Silage dem entgegenwirken (anfänglicher Wirkungsgrad bei Einlagerung) und ebenfalls nachdem das Grobfutter fertigsiliert war und man von seiner Stabilität ausgehen konnte (Entnahmezustand).

Die Proben für die Analyse im Grobfutterlabor in Hellerud wurden mit den Probebohrungen wie oben beschrieben nach elf Wochen entnommen. Die Proben wurden unmittelbar eingefroren und spätestens am nächsten Tag mit der Post abgeschickt.

Es gab keine Pannen oder unglücklichen Umstände bei der Durchführung, so dass mit einem zuverlässigen Ergebnis gerechnet werden konnte.

Resultat

1.Schimmeltest. Schimmel direkt nach Einwirkung - Test von Rohgras nach Zusatz der Mittel

Lagerzeit

Howden

GrasAAT +

GrasAAT L

Terra Biosa

ohne Zus.

Kofasil U

28 Tage

1

5

3

0

0

0

27

4

2

2

1

2

4

25

3

3

5

3

3

1

22

4

2

5

2

3

2

19

5

4

4

0

1

1

Schnitt

4,4

3,2

3,8

1,2

1,8

1,6

Bewertungsskala: 0 = frei von sichtbarem Schimmel 6 = maximaler Schimmelbelag

2. Schimmeltest. Schimmel in der halbfertigen Silage.

Die Probenentnahme vom 07. 07. 03 wurde nach 4 Wochen [28 Tage] Lagerung mit freiem Sauerstoffzugang ausgewertet. Abgestuft nach derselben Skala ergab sich folgende Beurteilung:

Lagerungszeit

Howden

GrasAAT+

GrasAAT L

Terra Biosa

ohne Zusatz

Kofasil U

28 Tage

2

6

6

0

0

5

Figur 3. Schimmel in der halbfertigen Silage

3. Schimmeltest. Schimmel in der fertigen Silage

Die Proben vom 13.11. wurden nach 3 Wochen Lagerung bei Zimmertemperatur mit freiem Sauerstoffzugang ausgewertet.

Lagerungszeit

Howden

GrasAAT+

GrasAAT L

Terra Biosa

ohne Zusatz 

Kofasil U

3 Wochen

1

0

6

0

0

6

Figur 4. Schimmel auf der fertigen Silage.

Diskussion

Diese Proben zeigen nicht, ob eine Behandlung ein großes Risiko für schnelle Schimmelbildung beinhaltet, aber sie zeigen die Konsequenz der jeweiligen Behandlung, wie stark die Schimmelbildung wird, je nachdem wie die Verhältnisse eingerichtet werden.

Während der Arbeit wurde schon nach einem Tag [Lagerung der ersten Proben] eine sichtbare Schimmelbildung auf dem frischen Gras(anfänglicher Wirkungsgrad) beobachtet, während es längere Zeit brauchte nach der Fertigstellung der Silage [Schimmelbildung erst nach] 4-5 [Tagen Lagerung der Proben].

Schimmel ist ein wichtiges Maß dafür, wie gut die Silage als Futter ist, aber das wird bei gewöhnlichen Futteranalysen nicht gemessen. Es wurde auch große Mengen an rotem Schimmel auf frischen und halbfertigen Proben mit GrasAAT Lacto beobachtet. Diese sind nicht auf Toxine untersucht worden, und es ist daher ungewiss, ob es besorgniserregend ist.

Überraschend war, dass Kofasil ultra einen guten Effekt bei der Einlagerung hatte, aber einen schlechten Effekt in der fertigen Silage.

Bei GrasAAT pluss sieht es so aus, dass es anfangs bei Einlagerung nicht gut gegen Schimmel wirkt, in der fertigen Silage aber einen guten Erfolg zeigt.

GrasAAT Lacto hat keinen Effekt gegen Schimmel, weder während der Einlagerung noch nach der Entnahme.

Howden hat während der Einlagerung keine schimmelhemmende Wirkung, aber einen guten Effekt bei der Entnahme.

Terra Biosa und kein Zusatz haben gute Wirkung, sowohl während der Einlagerung, als auch nach der Entnahme. Das kann man hauptsächlich damit erklären, dass der Zucker, von dem die Schimmelpilze leben, vom ersten Tag an kräftig von den Milchsäure- und Essigsäurebakterien umgesetzt wird, und der Zuckergehalt in der fertigen Silage deshalb niedrig ist, weil bei dieser Behandlung der Verbrauch [an Zucker] sehr hoch ist. Die Bildung von Säuren, besonders Propionsäure, Buttersäure und Essigsäure verhindern die Schimmelbildung.

Konklusion – Schimmelvorkommen

Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Schimmel verglichen mit dem Zuckergehalt und dem Säuregehalt in der Silage.

Der Versuch bekräftigt die Theorie, dass Ameisensäure als Zusatz Schimmel nicht verhindert, sondern die Schimmelbildung eher beschleunigt, indem und weil der Zucker konserviert wird und keine schimmelhemmenden Säuren gebildet werden. Die Komprimierung des Grases und der Ausschluss von Luft (Sauerstoff) sind deshalb besonders wichtig, wenn man Ameisensäure anwendet. Auch bei der Entnahme muss die Luftzufuhr begrenzt werden, aber GrasAAT Pluss sieht so aus, als ob es die Schimmelbildung bei der Entnahme hemmt (gilt auch, wenn die Rundballen Löcher bekommen haben).

Silierungsprozess beurteilt anhand der pH-Entwicklung

Das Ziel einer effektiven Silierung ist es, den pH-Wert schnell zu senken. Bei der Zugabe von Säuren muss der pH-Wert unmittelbar auf 4,5 gesenkt werden.

Wenn biologische Wirkstoffe zugesetzt werden, wie Bakterien oder Melasse oder andere Zuckerquellen, muss die pH-Senkung nach wenigen Stunden beginnen und einen wirksamen Verlauf haben, hin zu einem pH-Wert von 4,2 oder niedriger aber nicht unter 3,9, weil das einen negativen Einfluss auf die Fresslust, die Futteraufnahme und die Pansenfunktion hat.

 

Figur 5. pH-Entwicklung im Zeitverlauf

Aus dem Diagramm über die pH-Entwicklung geht deutlich hervor, dass die Dosierung von Säure zu schwach war um eine unmittelbare pH-Absenkung zu erreichen. Es geht weiterhin deutlich daraus hervor, dass die biologische Aktivität den pH nach einer Woche genauso weit abgesenkt hat, wie die Zugabe von Säure, und dass der pH-Wert 30 Tage nach der Heuernte bei biologischer Aktivität niedriger ist als bei Silierung mit Säure.

Danach ist der pH ungefähr der gleiche, egal mit welcher Behandlung, aber Terra Biosa hat durchgehend niedrigere pH-Werte als alle anderen Mittel.

Weil diese Rundballen einen Trockenstoffgehalt von 30 Prozent haben, ist der pH-Wert von 4,5 akzeptabel. In den Ballen gibt es eine Produktion von Buttersäure, welche darauf hindeutet, dass der Prozentsatz von Trockenstoff nicht hoch genug ist, um die Ballen gegen Buttersäuregärung zu sichern. Die Buttersäureproduktion stammt eventuell aus der direkten Umgebung der Ballen, die nicht hart genug gepresst waren.

Konklusion

Die pH-Entwicklung gibt ein gutes Bild der biologischen Aktivität in den Rundballen nach der Pressung und Verpackung. Der Gebrauch von Säure als Silierungsmittel ergab eine unmittelbare Absenkung des pH und danach ging es fast 20 Tage bis die bakterielle pH-Absenkung mit GrasAAT Lacto in Gang kam und gute 20 Tage mit GrasAAT Pluss.

Der Zusatz von Milchsäurebakterien (Terra Biosa) hatte eine klare Wirkung auf die schnelle und effektive Senkung des pH-Wertes.

Analyse Säurepaket 2. Statistik

Silierungsversuch 03/ Erster Schnitt:

 

Kein Zusatz

 GrasAAT L

GrasAAT +

  Kofasil

  Howden

Terra Biosa

Trockenstoff, %

28,9abc

32,1a

30,7ab

26,3c

27,7bc

31,2ab

pH

4,67a

4,67a

4,57ab

4,30bc

4,37abc

4,17c

Amm. N, % af

Total N

 

13,2a

 

9,9b

 

8,9b

 

7,3b

 

9,1b

 

8,7b

g/kg Trockenstoff:

Milchsäure

 

35,0bc

 

12,8d

 

16,5cd

 

63,7a

 

52,3ab

 

66,4a

Essigsäure

27,4b

2,4d

4,0d

15,8c

13,6c

50,3a

Buttersäure

24,6a

3,5b

4,0b

0,0b

6,3b

0,0b

Ameisensäure

0,0b

7,1a

6,6a

0,0b

0,0b

0,0b

Äthanol

19,4a

8,2cd

9,5bcd

3,4d

12,7bc

15,2ab

Ø wasserl. Zucker

3,0

23,8

20,0

15,2

11,3

2,3

Aufnahme

89,6c

104a

103a

95,7b

99ab

88,7c

Diskussion

Der pH ist der Hauptparameter für die Gesamtheit der künstlichen und natürlichen Konservierungseffekte mit Hilfe von Säuerung. Terra Biosa ergab den niedrigsten pH-Wert in diesem Versuch.

Der Proteinabbau bewirkt die Ammoniakwerte und man sieht, dass die Proben ohne Zusatzstoff den größten statistischen Ausschlag haben. Alle anderen sind ungefähr eins.

Die Bildung von Milchsäure ist erwünscht, besonders wenn nicht direkt Säure als pH-Senker eingesetzt wird. Terra Biosa (und Kofasil ultra) haben deutlich das höchste Niveau. Die geringste Menge an Milchsäure findet sich dagegen in den Ballen mit GrasAAT Lacto.

Essigsäure ist pH-senkend und schimmelhemmend. In größeren Mengen jedoch würde Essigsäure negativ auf die Fresslust der Tiere wirken. Wir sehen dass Terra Biosa hohe Essigsäurewerte ergibt, und ohne Zusatz auf Platz 2 kommt, (danach Kofasil ultra, Howden und die GrasAAT -Mittel).

Buttersäure ist unerwünscht, der Toleranzwert liegt bei 4,0. Es wurden hohe, statistisch relevante Mengen in den Ballen ohne Zusatz gemessen, niedrige Werte bei GrasAAT Lacto, GrasAAT+ und Howden, während man in den Ballen, die mit Kofasil ultra und Terra Biosa behandelt wurden, keine Buttersäure findet. Statistisch gesehen ist in den Ballen ohne Zusatzstoffe mehr Buttersäure, während die anderen in eine Gruppe fallen zusammen mit den großen Ausschlägen im gesamten Material.

Ameisensäure findet sich in den Ballen mit GrasAAT+ und GrasAAT Lacto, während der Rest keine Ameisensäure enthält.

Äthanol ist energiereich, aber unerwünscht, weil es eine Gefahr für den Geschmack der Milch darstellt  und eine negative Auswirkung auf die Futteraufnahme hat. Die Ballen ohne Zusatz enthalten am meisten Äthanol und Terra Biosa ist die Nummer 2. Kofasil ultra hat den geringsten Inhalt an Äthanol, aber nicht deutlich geringer als GrasAAT+ und GrasAAT Lacto.

Wasserlösliche Kohlenhydrate in der fertigen Silage zeigen, dass in den Ballen mit natürlicher (biologischer) Silierung viel Zucker umgewandelt wird in Säure, d.h. ohne Zusatz und bei Terra Biosa.

Die GrasAAT-Mittel haben deutlich höhere Zuckerwerte. Das stimmt mit den Erwartungen überein und hilft die Unterschiede in Hinsicht auf die Schimmelbildung zu erklären und die Variation des Aufnahmeindex.

Der Aufnahmeindex ist ein theoretischer Parameter für den Geschmack und die Verdaulichkeit des Futters. Wir sehen, dass die GrasAAT-Mittel mit 100 den höchsten Wert haben und dass Howden in der gleichen Gruppe ist, statistisch gesehen. Ohne Zusatz und Terra Biosa sind sicher niedriger als die anderen.

Während sich Kofasil ultra in einer Zwischenstellung mit Howdenvæske befindet.

Der Geschmack wurde nicht geprüft,  aber es wurden Schätzungen über das Bestandsniveau gemacht und außerdem Geruch, Farbe/ Konsistenz  des Futters beim Öffnen der Ballen geprüft. Diese Beobachtungen zeigen eine Tendenz, dass ohne Zusatz Buttersäuregeruch auftritt und die Farbe dunkel ist, während die Terra Biosa Ballen eine speziellen scharfen Geruch haben (vermutlich Ester), der sich auf die Fresslust auswirken kann. Die Farbe hingegen ist hell und ansprechend.

Konklusion

Dieser Versuch ergibt einen deutlichen Ausschlag zugunsten der eingesetzten Mittel verglichen mit der zusatzlosen Silierung.

Bei Einlagerung ist das Risiko für Schimmel bei Howden, GrasAAT Lacto und GrassAAT pluss am größten. Schnelles Verpacken und luftdichte Lagerung hemmt die Entwicklung von Schimmel.

Bei der Entnahme der fertigen Silage zeigen einen guten Effekt gegen Schimmel GrasAAT pluss und Howden, während Kofasil ultra keine überzeugende Wirkung hat.

Die biologische  Silierung (ohne Zusatz und Terra Biosa) wirkte stark schimmelunterdrückend, sowohl bei der Einlagerung als auch bei der Entnahme der fertigen Silage. Des weiteren ist der Gehalt an wasserlöslichen Kohlenhydraten in der Silage am niedrigsten, während gleichzeitig die gesamte Säuremenge am höchsten ist.

Die Menge an Buttersäure ergab den größten Unterschied im Vergleich zwischen  zusatzfreier Silierung und der Silierung mit den Mitteln. Die Ballen ohne Zusatzstoffe waren in diesem Versuch von schlechter Qualität wegen des hohen Wertes an Buttersäure  (nicht geeignet für Milchkühe). Am Besten waren Terra Biosa und Kofasil ultra.

Der Einsatz von ameisensäurebasierten Mitteln wie GrasAAT pluss und GrasAAT Lacto ergaben positive Resultate im Hinblick auf die Zuckerkonservierung und reduzierter Zuckerproduktion. Der Aufnahmeindex war bei diesen Mitteln am besten zusammen mit Howden.

Beurteilung der Wirkung von Terra Biosa:

(Biosa Norge AS hat die Kosten für alle Analysen übernommen und um einen Statusbericht für Terra Biosa gebeten.)

1.      Schimmel:

Terra Biosa zeichnet sich besonders durch seine effektive Wirkung gegen Schimmel aus. Das gilt für die Einlagerung von Rohgras, für die halbfertige und die fertige Silage. Es wurden keine statistischen Berechnungen zu diesen Beobachtungen angestellt, aber die Ausschläge waren eindeutig.

2.      Die pH-Entwicklung:

Terra Biosa ergab die schnellste Absenkung des pH-Wertes von allen Mitteln, wenn man von der chemischen Reduktion der Ameisensäurederivate absieht. Der schnelle Rückgang des pH zeigt, dass die Milchsäurebakterien, die zugesetzt wurden, den Prozess steuerten und das Tempo der Silierungsphasen prägten. Nach Abschluss liegt er niedriger als bei allen anderen Behandlungen.

3.      Analysewerte die durch den Einsatz von Terra Biosa erzielt wurden:

  • Ammoniak: statistisch gesicherter niedrigerer Wert als ohne Zusatzstoff – also sichere Wirkung
  • Milchsäure: am höchsten von allen eingesetzten Mitteln, und statistisch war das Niveau höher als ohne Zusatzstoff, auch im Vergleich zu den  Ameisensäurederivaten.
  • Essigsäure: statistisch sicher höher als bei allen anderen Zusätzen.
  • Buttersäure:  kein Vorkommen in allen drei Wiederholungen mit Terra Biosa und das Niveau war statistisch sicher besser als ohne Zusätze. Äthanol: hoch und auf dem gleichen Niveau wie ohne Zusatzstoffe.
  • Restzucker: gleichniedrig wie ohne Zusatz. Gleichbedeutend mit einer großen Umsetzungsaktivität von Kohlenhydraten in organischen Säuren.  
  • Aufnahmeindex: er bleibt niedrig als Folge des hohen Säure - und Äthanolinhaltes.  Hierzu kann angemerkt werden, dass das Nichtvorkommen von Buttersäure in die richtige Richtung geht, dass aber der hohe Essigsäuregehalt noch negativ ist für den Geschmack. Der Aufnahmeindex ist allerdings ein theoretischer Wert mit großer Unsicherheit, den man nicht unbedingt als Indikation für die reale Futteraufnahme der Tiere benutzen kann. Nur die Tiere selbst können auf diese Frage das Fazit ziehen.

Als Hauptkonklusion lässt sich festhalten, dass kein Zweifel darüber besteht, dass Terra Biosa in diesem Versuch einen dokumentierten Effekt bewiesen hat.  Die beobachteten Veränderungen stehen in Übereinstimmung mit den Erwartungen, die man auf Grund der Zusammensetzung von Terra Biosa haben kann.

<< zurück >>